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C O N T E N T
SCHACHMATT

Natürlich galt seine erste Leidenschaft ihr, seiner Lady, die mehr war als die Dame an seiner Seite, sie gehörte ihm. Davon ging er aus und das war auch für sie klar: Sie war sein Besitz, seine Sklavin. Aber auch seine zweite Leidenschaft hatte mit Damen zu ein, mit einer weißen und einer schwarzen – er war er ein leidenschaftlicher Schachspieler. Für sie war dieses Spiel auf den 32 schwarzen und 32 weißen Feldern schon immer langweilig. Da konnten erwachsene Männer fanatisch darüber diskutieren, ob es richtig war, den Turm gegen einen Springer zu tauschen oder ob ein Bauernopfer richtig war, während eine Frau mit knappstem Mini am Nebentisch ihre Beine lasziv übereinander schlug – Männer eben – das war für sie klar.

Aber vor knapp drei Monaten war das anders geworden. Er hatte ihr erklärt, dass sie vier Wochen Zeit hätte, Schach zu erlernen. Noch während sie leise fragte: „Muss das sein?“ fasste er unter ihr Kinn, sah sie scharf an und flüsterte: „Wie du in Zukunft Schach spielst, wird darüber entscheiden, wie oft deine schöne Haut die hier spürt!“ Und dabei zeigte er auf die geflochtene neue Lederpeitsche. Ihr Schlucken, das Schließen der Augen und ihr Nicken war eins. Sie wusste: er hatte Stil und Niveau aber er würde darüber nicht mit sich diskutieren lassen. 

Genau vier Wochen später meinte er am Nachmittag wie nebenbei: „Heute Abend werde ich sehen, wie gut du bist, meine Schöne...“ Die Nachrichten waren vorbei, als er ihr auftrug, das Schachspiel zu holen und Musik anzumachen. Sie atmete tief aber erschien nach knapp zwei Minuten mit dem von ihm geliebten steinernen großen Schachbrett und den weißen und schwarzen Marmorfiguren. Sie legte es auf den kleinen Tisch und überlegte, ob sie sich davor knien sollte. Er sah zu ihr und lachte. „Du meinst, ich mache es dir so einfach? Zieh dich aus und auf den Boden mit dir.“ Sie zögerte und tat wie ihr befohlen, grübelte aber, wie denn das gehen sollte, wollte er sich zum Spielen auf den Boden bücken? Doch sehr schnell begriff sie. Als sie auf allen vieren auf dem Boden kniete, dirigierte er ihren Hintern zum Sofa, befahl ihn noch weit nach oben zu strecken. Die Hände hatte sie weit nach vorn zu schieben. Sie kannte das und sie hasste das: Hintern nach oben gereckt; Hände auf dem Boden nach vorn gestreckt.

Dann legte er das schwere Schachbrett auf ihren Hintern, balancierte es aus und stellte die Figuren darauf. Dann nahm er sein Minireiseschach und legte es vor ihre Hände auf den Boden. „So mein Kleine“, lächelte er, „nun zeig was du kannst. Ich werde mit meinem Spiel spielen, du wirst es mir schön ruhig halten, ich werde dir die Züge ansagen und darfst parallel auf dem kleinen Spiel spielen und mir deine Züge ansagen.“ Zorn stieg in ihr auf: Hatte sie mit Mühe Schachspielen gelernt, um so gedemütigt zu werden? Sie durfte seine Figuren nicht berühren, konnte sich fast nicht bewegen und musste gleichzeitig auf dieses Minispiel achten.

Nach wenigen Minuten begannen die Knie zu schmerzen, aber die kleinste Bewegung konnte das Brett auf ihrem Hintern zum Kippen bringen. Sie hörte auf seine lächelnde Stimme, und versuchte das Gelernte beim Spiel gegen ihren Herrn anzuwenden. Nach jedem ihrer Züge überlegte er unheimlich lange; ihr war klar, dass er sie herausfordern wollte, es ihr schwer machen, still zu halten. Dann hatte er die erste ihrer Figuren geschlagen, er nahm den Läufer trat vor sie und schob ihn zwischen ihre Lippen, lächelte und ging wieder nach hinten. Es würde nicht lange dauern, dass ihr Speichel an dem Läufer entlang auf den Boden tropfte. Sie hasste das, es war so erniedrigend für sie. Vieles hatte sie schon hinzunehmen gelernt, das aber forderte sie immer noch heraus. So jedenfalls würde sie das Schachspiel nicht so schnell lieben lernen. Ihre Konzentration nahm ab, sie hatte nun schon drei Figuren zwischen den Lippen zu halten, die Schmerzen wurden stärker, die Muskeln verkrampften, ihr Speichel tropfte. Und gerade in dem Moment flüsterte er: „Das kostet dich die Dame...“  

Sie überlegte schon, wie sie auch die noch im Mund halten sollte, als sie spürte, wie er die kalte Marmorfigur in ihre Möse schob. Die kalte Figur war so unvorbereitet in sie eingedrungen, dass sie sich kurz ruckartig bewegte und es kam wie es kommen musste, das Schachbrett kippte leicht, glitt zur Seite und rutschte mit allen Figuren auf den Boden. Sie war schlagartig schreckensstarr. Sie ahnte seine Bewegungen mehr, als dass sie sie sah und schloss die Augen...

© der_sir_m
26.3.08 21:15
 


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